Wasserball ist eine Sportart,
welche bis in das 19. Jahrhundert zurueckreicht. Das erste
nachweisbare Wasserballturnier fand im Jahre
1869 statt.Wie die meisten Sportarten,
entstammt auch dieser Sport aus England. Schon
damals wurde das Spiel mit 7 Spielern
pro Mannschaft ausgetragen. Die Spielzeit wurde
damals noch in Halbzeiten aufgeteilt.
1889 gruendete der englische Schwimmverband
eine sogenannte Waterpolo-Vereinigung.
In Deutschland begann man im
Jahre 1894 im Schwimm-Club Borussia Berlin nach
englischen Regeln Wasserball zu spielen. Diese
Regeln wurden 1911 vom Internationalen
Schwimmverband uebernommen und haben noch heute
in ihren Grundzuegen Gueltigkeit.
1912 fand die erste Deutsche
Wasserballmeisterschaft statt, die der Berliner Schwimm-Club
Germania gegen die Mannschaft von
Schwaben-Stuttgart gewann.
Nach der durch den ersten
Weltkrieg bedingten Spielpause lebte der Wettkampfbetrieb
um 1920 in Deutschland wieder auf. Die Deutsche
Nationalmannschaft wurde 1928 bei
den Olympischen Spielen sogar Olympiasieger.
Auch durch den zweiten Weltkrieg wurde
die Entwicklung des Wasserballsports in
Deutschland wieder fuer lange Zeit unterbrochen.
Andere Nationen uebernahmen eine
Spitzenstellung im Weltwasserball (vor allem Ungarn,
das damalige Jugoslawien, Italien und die
damalige UdSSR). Erst im Jahr 1988 gelang es
einer Deutschen Nationalmannschaft mit dem
Gewinn des Europameistertitels im eigenen
Land, an alte Traditionen anzuknuepfen.
Nicht unerwaehnt bleiben darf
an dieser Stelle auch die deutsche Spitzenmannschaft der
juengeren Geschichte: Die Wasserballer von
Spandau 04 dominieren seit Jahren die
Bundesliga und konnten auch international gegen
europaeische Spitzenmannschaften einige
Erfolge erringen. Es bleibt zu hoffen, dass der
Wasserballsport in Deutschland auch weiterhin
von der niedrigsten bis zur hoechsten
Leistungsklasse seine Anhaenger findet.